Um 6 Uhr früh fuhren wir los. Bei 8 Grad ging's über die Steiermark auf der Autobahn Richtung Kärnten und dann in Italien weiter bis Tolmezzo. Da es in der Früh nach regen ausschaute, aber der doch nicht kam, hatten wir zuhause schon das Regengewand angezogen. War ganz gut denn es war ein wenig wärmer so. Aber in Tolmezzo dann hatte es 22 Grad und wir beschlossen es auszuziehen.
Dann ging's weiter Richtung Cortina. Das erste mal Tanken in Italien (1.62 € ). Rauf auf den Passo Giau erwischte es uns dann eiskalt. 2 Grad und Schneefall. Nach einer kurzen Pause und Regengewand wieder an fuhren wir weiter zum Gardasee. Dort erwartetet uns schon wieder herrliches Wetter, es hatte 22 Grad am Nachmittag. Den ersten Stopp legten wir dann im Hotel Toresela in Nago ein.http://www.hoteltoresela.it/
Nach einem ausgezeichnetem Essen und einem guten 1/8 Wein legten wir uns dann früh ins Bett, denn wir hatten ja nächsten Tag wieder viel vor.
Tages Km: 670
Tag 2
2. Mai:
Nach einem schmackhaften Frühstück ging´s gleich los. Entlang am Ostufer des Gardasees fuhren wir Richtung Süden. Kurz nach dem Südende des Sees fuhren wir auf der Autobahn ca.140 km bis Maranello.
Nach 2 Stunden Aufenthalt fuhren wir die SS 12 bis Lucca und einen kurzen Abstecher nach Pisa.
Ok der Turm is no immer Schief und wir haben ihn a ned grade gerückt. Am Nachmittag machten wir uns auf nach Livorno zum Hafen wo um 23:30 die Fähre nach Olbia auslaufen sollte.
Ein großer Fehler war es schon um 16 Uhr dort zu sein, denn das warten bis es 23 Uhr ist war sehr mühsam.
Ok ging auch vorbei und mit etwas Verspätung legten wir um 00:30 dann ab. Wir verzogen uns aber bald in die Kabine um a bisserl zu schlafen was auch ganz gut gelang.
Ankunft in Olbia. Nach einem Frühstück an Bord ging's auch schon los "Alles bereit zum ausladen".
Das geht recht flott und wir machten uns auf den Weg Richtung Norden der Insel.
Bei Palau legten wir bei einem Campingplatz eine Kaffepause ein und dann ging's schon wieder auf ein Schiff. Aber nur 15 min ca. zur Insel La Maddalena die ganz im Norden ist. Die Insel ist ein einziger Felsen mit ca. 50 km Straßen. Wieder zurück auf Sardinien kurvten wir dann nach Porto Creve einen Jachthafen der Reichen und Schönen. Es waren noch nicht viele Schifferl dort aber die hätten schon gereicht. Dann machten wir uns ins Landesinnere nach Tempio auf, wo wir unser erstes Hotel fanden.
Das Pausana Inn ist ein 3* Hotel, das absolut zu empfehlen ist.
Nach dem Frühstück führte uns unsere Route nach Pattada zu der kleinsten Messerschmiede des Ortes. Pattada ist bekannt als Stadt der Messerschmiede. Bei Salvatore Sotgiu bestellte ich dann auch ein Resolza Messer. Das Messer wird nach cm verrechnet für eine 8 cm Klinge wird 140€ berappt für 10 cm schon 160€. Seine Kunden sind auf der ganzen Welt verteilt. Wartezeit ca. 4-6 Monate. Ich brauch es eh als Weihnachtsgeschenk, na das passt dann gerade.
Weiter Richtung Bitti und Nuoro-Bono-Bultei und wieder zurück nach Tempio ins Hotel.
Highlight der Route sicher die SS 389 von Bitti nach Nuoro. 40 km nur rechts links das man schwindlig wird.
Wir verlassen in der Früh das Hotel in Tempio und fahren an die Westküste nach Isola Rossa. Eine schöne Urlaubsbucht die noch fast ausgestorben wirkt. Ein Kaffe hat dann doch offen und wir legten eine Pause ein bevor wir dann weiter Richtung Süden nach Algehro fahren. Dort wird dann mal beim Billa eingekauft und am Parkplatz essen gefasst. Auf dem Weg dorthin fuhren wir noch zum Roccia dell Elefante einer Felsformation die von einer Seite wie ein Elefant aussieht. Wir kamen auch noch am Castelsardo einer wunderschönen Festung vorbei die wir natürlich auch besichtigten. Von Algehro aus ging's dann zur Grotta di Neptun einer Grotte auf Meeresnivo. Aber der Abstieg über 650 Stufen mit Motorradbekleidung ist sehr mühsam und dann der Aufstieg natürlich noch viel mehr.
Aber es ist Sehenswert sich die Grotte anzusehen. Vor allem wenn gerade ein Schiff dort anlegt das absolut spektakulär ist. Nach ca. 3 Stunden Aufenthalt setzten wir unser Reise dann nach San Salvatore, einer verlassenen Westernstadt wo auch heute noch Filme gedreht werden, fort. ( Clint Eastwood hat dort einige seiner Filme gedreht). Auch ganz in der Nähe fanden wir dann ein Hotel für 1 Nacht. (Sa Pedrera)
Da wir am Abend nicht mehr in die Westernstadt reinfuhren hatten wir das natürlich für den Morgen geplant. Wir fuhren den knappen km dort hin und staunten ned schlecht. Alles voll Polizei und alles abgesperrt. Ich wollte reinfahren aber leider nicht möglich sie haben uns freundlich aber bestimmt
verständlich gemacht das es nicht geht. ( schätze mal es waren Dreharbeiten )
Na ok wir kommen ja wieder.
Dann ging's quer durchs ganze Land von West nach Ost bis Abertax auf der Ostseite Sardiniens.
Dort war wieder Hotelsuchen angesagt. Nach einiger Zeit standen wir direkt am Meer bei einem 4+*
Hotel und ich fragte mal rein. Der Tipp auch zu Handeln war ned schlecht. Von 160 € für die Nacht
mit HP ging's dann um 112 € auch. Und wie es sich dann herausstellte hatten wir wirklich Glück denn das Hotel war 1A mit tollen Essen an allen 6 Tagen die wir dann dort blieben.
Heute starten wir wieder sehr früh und machten uns auf Richtung Süden. Wieder Richtung Lanusei weiter nach Nurri-Escalaplano. In Ballao machten wir eine Pause und dann ging's wieder retour bis Escalaplano und über Perdasdefogu wieder zurück nach Lanusei und zum Hotel.
Tages Km: 255
Tag 8
8. Mai:
Heute fuhren wir Richtung Norden. Die ersten 10 km bis kurz nach Abertax sind gerade aber dann geht's mächtig los. 40 km bis Dogalli nur Kurven und eine wunderschöne Straße.
Kurz vor Baunei biegen wir rechts in eine unbeschilderte Straße ab. Eine Sackgasse führt zu einem Felsen der 100 m hoch vom Meer herausragt. Dort trifft man Schweine und Ziegen die das Motorrad und uns beschnüffelten.
Nach Dogalli ging's wieder Richtung Nuoro wo wir wieder den Tank vollmachten. Denn die Tankstellen in den Bergen sind sehr rar! Also lieber mal an 10er drauf tanken als irgendwo in der Botanik stehen. Nach Foni kurvten wir dann noch nach Orgosolo wo es wunderschöne Zeichnungen auf den Häusern der Stadt zu bewundern gibt.
Tag 9
9. Mai:
Heute machten wir mal Pause. Die BMW brauchte Öl und mein Schatz eine Shoppingtour.
Nach einem Stopp beim Kramerladen in Barisardo der vom Öl bis um Campingsessel alles hat fuhren wir dann nach Tortolli und bummelten ein wenig durch die Stadt.
Zu Mittag waren wir dann zurück im Hotel und legten uns in die Sonne am Pool.
Nach 2 Stunden dann wurde mir schon ein wenig fad und ich beschloss alleine eine Runde zu drehen. Das neue Öl in der Gs gehört ja a bissl durchgemischt. So startete ich nach Lansei
und dann weiter bis Arizo. Einfach echt geil die Strecke. Und alleine dann geht's in die engen Kurven ja no a bisserl mehr! ggg
Bis um 17 Uhr war ich dann unterwegs und hab noch mal einen Tank verbraucht.
Tages Km: 311
Tag 10
10. Mai:
Es ging heute wieder die SS 125 Richtung Dorgalli. Direkt bei Dorgalli geht es rechts durch einen Tunnel zum Meer in den wunderschönen Ferienort Cala Gonone. Sollte man ned versäumen ist eine schöne Straße zum Meer. Mann muss aber wieder die Straße rauf.
Dann wieder rein ins Landesinnere nach Bitti und von dort wieder die tolle SS 389 nach Nuoro. Dann auch wieder die 389ex weiter nach Foni-Lansei und Tortoli.
Tages Km: 311
Tag 11
11. Mai:
Heute war wirklich der wärmste Tag es war in der Früh schon ziemlich warm.
Drum beschlossen wir nur eine kleine Runde zu drehen und den Nachmittag wirklich mal am Pool zu verbringen. Sollten ja auch a bisserl a Farbe bekommen.
Es ging die SS 125 bis Baunei, dann über ganz kleine und schmale Straßen nach Uzulei-Talanaund zurück nach Lansei und zum Hotel La Torre.
Der Nachmittag dann mit 27 Grad und top Badewetter nutzen wir dann auch für einen Sprung ins Meer das noch ganz schön kalt war.
Tages Km: 164
Tag 12
12. Mai: Der Tag der Abreise! ( leider ) Nach dem Frühstück bezahlten wir das Zimmer und machten uns noch aus das wir etwas länger bleiben. Wir wollten ja ned wieder um 4 beim Hafen stehen und warten. Es war wieder tolles Wetter. Wir starteten dann um 11 Uhr vom Hotel weg und fuhren die SS 125 bis Olbia. Wir machten noch einige Stopps an den weißen Stränden der Küste. Da mein Hinterreifen nach 5000 km total am Ende war versuchte ich in Olbia noch einen aufzutreiben was mir nicht mehr möglich war.
Wir waren dann um ca. 18 Uhr am Hafen in Olbia. Gingen dort noch was essen und um 20 Uhr konnten wir diesmal schon einschiffen. Rein alles verstauen in der Kabine, duschen und rauf aufs Deck. Dort trafen wir Deutsche Biker mit denen wir bei einem guten Bier den Abend ausklingen liesen.
Tages Km: 237
13. Mai:
Nach einer ruhigen Nacht auf der Fähre waren wir um 7 Uhr früh in Livorno angekommen.
Jetzt stand der härteste Teil des Urlaubes an. 875 km nach Hause und das zu 90% auf Autobahnen und noch dazu mit dem Slick hinten drauf. Nach längeren hin und her beschloss ich es zu probieren ob ich bis Villach komme, was dann auch gepasst hat. In Villach fand ich dann auch einen Reifenhändler der was lagernd hatte. Während er die Reifen montierte gingen wir essen und nach 2 Stunden konnte die Fahrt nach Hause dann fortgesetzt werden.
Um 19 Uhr sind wir dann fix und fertig zuhause angekommen.